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OSGeo - Open Source Geospatial Foundation
Die Open Source Geospatial Foundation fördert und unterstützt die Entwicklung, Verbreitung und Nutzung von Freier und Open Source Software in der räumlichen Datenverarbeitung. Die Förderung der freien Verfügbarkeit öffentlicher Geodaten und die Erstellung ganz freier Geodaten ist ein weiterer Schwerpunkt, denn ohne Daten macht die beste Software keinen Sinn. Die Bereitstellung und Pflege von frei zugänglichem Lehrmaterial, Dokumentationen und die Unterstützung von Bildungsträgern fördert die Wissensvermittlung.
Daraus ergeben sich drei ergänzende Schwerpunkte:
- Software Projekte
- Bildung und Lehre
- Öffentliche Geodaten
Die meisten Arbeiten der OSGeo Mitglieder konzentrieren sich auf die Entwicklung und Pflege der Softwareprojekte, von denen einige bereits seit Jahren entwickelt werden und die eine weite Verbreitung gefunden haben. Bevor eine Software offizielles OSGeo Projekt wird muss es den sogenannten Inkubationsprozess durchlaufen und erfolgreich graduieren - also alle Bedingungen der OSGeo erfüllen. Dazu zählt eine Quellcode-Analyse bei der geprüft wird, ob in allen Modulen ein rechtlich verbindliches Copyright vermerkt ist. Unklarheiten müssen aufgelöst werden, entweder indem dieser Teil der Software entfernt oder neu implementiert wird. Dadurch entsteht mehr rechtliche Sicherheit für den Anwender und den Programmierer. Im Inkubatiobnsprozess wird auch auf eine gesunde Entwicklergemeinschaft und vor allem auf saubere Entscheidungsstrukturen geachtet. Jedes Softwareprojekt muss verwaltet und organisiert werden, unabhä#ngig ob es Open Source ist oder nicht. Die kollaborative Entwicklungen soll zwar gefördert werden, das beduetet aber nicht, dass jeder alles darf, sondern zunächst einmal dass alle Entscheidungen transparent getroffen und gut begründet werden. Die Kontrolle einer unabhängigen Dachorganisation wie die OSGeo kann gewährleisten, dass ein Open Source Projekt wirklich offen und gut strukturiert geführt wird. Deshalb gibt es immer mehr Projekte, die sich für den Inkubationsprozess der OSGeo bewerben.
Ein weiteres Ziel der OSGeo ist die Kooperation mit Universitäten und Bildungsstätten, um die Erstellung und Pflege von Lehrplänen zu unterstützen. Die effiziente Nutzung von Software setzt voraus, dass sie nicht nur gut ist, sondern auch kompetent eingesetzt wird. Die gute Ausbildung von Fachkräften liegt deshalb sehr im Interesse der OSGeo. Die OSGeo betreibt eine Bildungsplattform auf ihrem Portal, hier stehen Lehrgänge in verschiedenen Sprachen zu den Themen WebGIS, Desktop GIS, räumlich erweiterte Datenbanken, Anwendungsentwicklung für Stadtplandienste und viele weitere Themen zur Verfügung.
Die OSGeo betreibt ein Online Portal das sowohl von Entwicklern als auch Anwendern der Software als Drehscheibe zur Wissensvermittlung genutzt und gemeinsam weiter entwickelt wird. Das Portal selbst ist ebenfalls ein Projekt der OSGeo Foundation, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die OSGeo ist eine offene Organisation in die Sie Ihre eigenen Ideen, Erfahrungen und Entwicklungen einbringen können. Ein erster Einstieg ist das OSGeo Wiki. Um hier Seiten anzulegen und zu editieren benötigen Sie lediglich einen Webbrowser und einen Benutzerkennung, die Sie selbst erstellen können: http://wiki.osgeo.org/
Die formale Organisationsstruktur der OSGeo ist überschaubar und besteht aus einem neunköpfigen Board of Directors welches von derzeit 45 Satzungsmitgliedern gewählt wird. Die Satzungsmitglieder werden durch die reguläre Mitgliedschaft nominiert und per Email gewählt. Alle Mitglieder, Direktoren und Funktionäre arbeiten auf freiwilliger Basis und werden nicht bezahlt. Der einzige bezahlte Mitarbeiter ist Tyler Mitchell (der originale Autor dieses Buches), der als Executive Director formale Funktionen übernimmt, Verträge unterzeichnen kann, als Repräsentant für Sponsoren und im Dialog mit anderen Organisationen immer verfügbar ist. Dadurch ist das Budget der OSGeo sehr überschaubar und das soll auch so bleiben.
Die Finanzierung der OSGeo erfolg über Sponsorengelder und Einnahmeüberschüsse der jährlichen OSGeo Konferenz FOSS4G.
Mitglied werden
Mitglieder profitieren von allen Vorteilen, die eine kollaborative Entwicklungsplattform und große Anwendergemeinschaft bieten kann. Dazu zählt vor allem die zentrale Funktion der Webseite http://www.osgeo.org von der auf die Softwareprojekte der OSGeo verlinkt wird. Diese repäsentieren den aktuellen Querschnitt relevanter GIS-Technologien und bündeln deren Kommunikationsforen und Entwicklungsplattformen. Hier werden dutzende von Mailing Listen, Issue Tracker und Code Repositories verwaltet, hier läuft das Wiki (http://wiki.osgeo.org), die Wissensplattform mit Trainingsmaterial, Tutorial, Demodaten und Schulungsunterlagen.

